Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Projekt LeaP

Aktuelles aus dem Teilprojekt

Schülerinnen und Schüler entdecken mittelalterliche Handschriften: Erfolgreicher Auftakt der Sprachdidaktischen Werkstatt sprach:werk

Die Sprachdidaktische Werkstatt sprach:werk hat ihre Pforten geöffnet. Am Mittwoch, dem 28.6.2017, wurde das sprach:werk-Projekt Die mittelalterliche Handschrift als sprachliches und bildkünstlerisches Speichermedium mit einer Schülergruppe der neunten Klasse des Kieler Ernst-Barlach-Gymnasiums mit großem Gewinn durchgeführt. In dem von der Mediävistin Svenja Fahr unter Mitwirkung von Lara Schwanitz und Fabiene Holz entwickelten Projekt arbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an einen Einführungsvortrag an vier Lernstationen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem sprach:werk und Mediävistik wurde durch Prof. Dr. Timo Felber initiiert, der am Germanistischen Seminar die Professur für Deutsche Literatur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit innehat. 
Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee
 
von links nach rechts: Ruth Henniges, Prof. Dr. Jörg Kilian, Prof. Dr. Inger Petersen, Jule Bogner, Malte Kruse, Svenja Fahr 

Exemplarisch dient in diesem Projekt die Große Heidelberger Liederhandschrift, der Codex Manesse, als zentraler Gegenstand des gemeinsamen Lernens. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen wissenschaftlich fundierten und zugleich altersgerecht anregenden Zugang zu mediävistischen Forschungsthemen wie zum Beispiel dem Sprachwandel, der Handschriftenstrukturierung, der Analyse von Layoutelementen und der Interpretation von Symbolen aus mittelalterlichen Autorenbildern. Um diese Themenfelder möglichst lebensweltnah und praktisch zu vermitteln, haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, selbst eine Handschrift mit Tinte und Feder zu produzieren und mit Büchern aus der germanistischen Fachbibliothek zu arbeiten. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten werden interaktiv durch die Präsentationssoftware Prezi präsentiert. Die Planung des Projekts erwies sich als gelungen: Die anschließende Evaluation des Tages durch die Schülerinnen und Schüler sowie durch die Lehrkräfte fiel außerordentlich positiv aus. Deshalb soll das Projekt auch zukünftig Schülerinnen und Schülern offen stehen.