Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Projekt LeaP

C2 Deutsch als Zweitsprache und fachintegrierte Sprachbildung

Projektbeschreibung

Schülerinnen und Schüler verfügen über sehr unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen, z.B. aufgrund ihres familiären oder sprachlichen Hintergrundes. Gleichzeitig hat die Forschung in den letzten Jahren gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen eine zentrale Rolle für das erfolgreiche Lernen in allen Fächern spielen. Die bildungsrelevanten sprachlichen Kompetenzen sollten deshalb auch explizit in den Fächern - und nicht nur im Deutschunterricht - vermittelt werden. Hieraus ergeben sich neue Anforderungsprofile für Lehrerinnen und Lehrer und Herausforderungen für deren Ausbildung. 

Ziel des Teilprojektes C2 im Handlungsfeld C (Schulformbezogene Anforderungsprofile: Heterogenität, Inklusion, durchgängige Sprachbildung) ist es deshalb, die Themen Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Sprachbildung im Lehramtsstudium an der CAU Kiel zu verankern. Sprachbildung ist dabei "als ein Oberbegriff zu verstehen, der alle Formen von gezielter Sprachentwicklung umfasst. Sprachbildung zielt darauf ab, die Sprachkompetenz aller Schülerinnen und Schüler zu verbessern, unabhängig davon, ob sie in Deutschland aufgewachsen oder neu zugewandert sind. Sprachbildung findet im Sprach- und Fachunterricht statt [...]" (Morris-Lange, Wagner & Altinay 2016, S. 9). Durch die Entwicklung von sowohl fächerübergreifenden als auch fachspezifischen Lehrangeboten und Lehr-Lern-Materialien erwerben Lehramtsstudierende aller Fächer Qualifikationen im Bereich der Sprachbildung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf folgenden Maßnahmen:

  1. Entwicklung eines universitären Ausbildungskonzepts für DaZ und Sprachbildung für Lehramtsstudierende aller Fächer und dessen Evaluation 
  2. Erstellung von fächerübergreifenden und fachspezifischen Lehr-Lern-Materialien für die Hochschule im Bereich DaZ und Sprachbildung
  3. Konzeption und Einrichtung einer sprachdidaktischen Werkstatt (in Kooperation mit Teilprojekt B2, Ruth Henniges, Kieler Forschungswerkstatt)
  4. Forschung zum sprachlichen Lernen in den Fächern

 

Literatur: Morris-Lange, Simon; Wagner, Katarina & Altinay, Lale (2016): Lehrerbildung in der Einwanderungsgesellschaft. Qualifizierung für den Normalfall Vielfalt. Berlin: Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). 

Kontakt und Ansprechpersonen

 
Projektleitung 

 

 

Prof. Dr. Jörg Kilian

 

Hilfskräfte

 

Hilfskräfte sprach:werk

 

 

Hilfskräfte C2 allgemein

sprachdidaktische Werkstatt - sprach:werk

Konzeption des sprach:werks

Bei der sprachdidaktischen Werkstatt sprach:werk handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen der dem LeaP-Teilprojekt C2 und der Kieler Forschungswerkstatt bzw. dem LeaP-Teilprojekt B2

Der Konzeption von sprach:werk liegt der Auftrag der KMK-Bildungsstandards zugrunde, Sprache „vom fachlichen Grundverständnis her [als] Medium, Gegenstand und Unterrichtsprinzip“ im Sprachunterricht zu begreifen (KMK 2004, 6f.). Lehramtsstudierende sprachlicher Fächer werden im sprach:werk dementsprechend auch dazu befähigt, Schülerinnen und Schülern „aufgrund der sprachlichen Bezogenheit des Fachunterrichts die Kompetenzen für das Sprachenlernen wie für jede Form fachlichen Arbeitens in den unterschiedlichen Fächern“ zu vermitteln (ebd.).

Im sprach:werk werden Methoden der Kieler Forschungswerkstatt (u.a. Micro-Teaching, Lernstationen) mit sprachdidaktischen Ansätzen (z.B. dem Spracherfahrungsansatz) und dem linguistischen Konzept der „Bildungssprache“ verknüpft, um Lehramtsstudierenden sprachlicher Fächer Zugänge zur fachbezogenen Sprachbildung von Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Erst- und Zweitsprache zu vermitteln und sie diese in unterschiedlichen Lernstationen selbst entdecken zu lassen.

Weitere Informationen zum sprach:werk in Form eines Posters finden Sie hier; die bereits in der Praxis erprobten Programme sind unter http://www.forschungs-werkstatt.de/labore/sprachwerk/  aufgeführt. 

Pressemeldung zum sprachwerk-Angebot "Die mittelalterliche Handschrift"

Kontakt

Prof. Dr. Jörg Kilian
Leibnizstraße 8
24118 Kiel
Tel.: 0431-880-5564
kilian@germsem.uni-kiel.de

JProf. Dr. Inger Petersen
Leibnizstraße 8
24118 Kiel
Tel.: 0431-880-1645
petersen@germsem.uni-kiel.de