Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Projekt LeaP

C1a: Pädagogisch-Psychologische Diagnostik als Grundlage von Inklusion und Heterogenität

Projektbeschreibung

In diesem Teilprojekt werden in Forschung und Lehre pädagogisch-psychologische Grundlagen für Lehrangebote im Themenbereich Heterogenität und Inklusion für das Lehramtsstudium in allen Fächern erarbeitet.

Folgende in der ersten Projektphase begonnene Vorhaben in der Lehre werden weiterentwickelt:

  • Erarbeitung von Lehrkonzepten und Materialien zur Vermittlung pädagogisch-psychologischer Grundlagen zum Verständnis und Umgang mit schulrelevanten Heterogenitätsdimensionen basierend auf einem weiten Inklusions-Verständnis.
     
  • Umsetzung generischer Konzepte zum Umgang mit Heterogenität und Erarbeitung adaptierter Unterrichtsentwürfe und -materialien im Fachunterricht in enger Kooperation mit den Fachdidaktiken zur Verschränkung pädagogisch-psychologischen Wissens und fachdidaktischen Wissens.
     
  • Kooperation mit dem Institut für Inklusive Bildung in der Konzeption und Umsetzung von Lehrveranstaltungen mit qualifizierten Bildungsfachkräften mit Behinderungen im Lehramtsstudium.
     
  • Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften in Kooperation mit dem IQSH vorwiegend in pädagogisch-psychologischen Grundlagen von Diagnostik
    .

Zur wissenschaftlichen Verankerung des Themenkomplexes Inklusion und Heterogenität werden empirische Studien durchgeführt (z.B. zur Wirksamkeit von Inklusion und zur Urteilsgenauigkeit von Lehrkräften in inklusiven Unterrichtssettings). Aufbauend auf bisherigen Forschungsarbeiten in diesem Teilprojekt ist ein aktueller Schwerpunkt, inwieweit sich verschiedene schülerseitige Heterogenitätsaspekte in ihrer Intersektionalität auf die Urteilsgenauigkeit von Lehrpersonen auswirken und welche Rolle Überzeugungen und Stereotype von Lehrpersonen dabei spielen. Dazu wird das Instrument des „Simulierten Klassenraums“ weiterentwickelt und soll schließlich auch als digitale Lernumgebung im Lehramtsstudium erprobt werden.