Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Projekt LeaP

Projekte in CAU-LiB

Übersicht der Projekte in CAU-LiB

Biologie: Verbesserung der fachwissenschaftlichen Ausbildung für Lehrkräfte im Fach Biologie

 „Ich bin ja vielleicht fachlich ganz gut ausgebildet, aber das, was ich später als Lehrer brauche, war nicht wirklich dabei.“

Solchen und ähnlichen Klagen will der Fachbereich Biologie mit einer neuen Veranstaltung zur Oberstufenbiologie begegnen. In dieser sollen die Studenten systematisch ihr Wissen in den konkreten Themen des Oberstufenunterrichtes vertiefen sowie mit den entsprechenden Schülerexperimenten vertraut gemacht werden.

Professoren aus den sechs relevanten Fachbereichen werden das Fachwissen in vernetzter Form sowie das vermittlungsrelevante „Mehr“ vermitteln. Parallel dazu erarbeiten sich die Studierenden unter Anleitung einer erfahrenen Lehrkraft Experimente aus der Forschung und ihre Umsetzung für die Schule.

Kontakt:

Dr. Cornelia Sommer (ggf@bio.uni-kiel.de)
Katrin Wehler (kwehler@bio.uni-kiel.de)

Chemie: Förderung der Vernetzung von vertieftem Fachwissen und schulnahem Fachwissen von Lehramtsstudierenden

Lehrkräfte gelten als kompetent, wenn sie zu vermittelnde Unterrichtsinhalte „sowohl in ihrem wissenschaftlichen Gehalt als auch in ihrer didaktischen Strukturierbarkeit“ (Helmke, 2003, S. 59) beherrschen.

Gemäß diesem Zitat ist es das Ziel des Teilprojekts im Fach Chemie, zunächst das an der Universität vermittelte Fachwissen und das in der Schule relevante Fachwissen vergleichend zu konzeptualisieren und Vernetzungen an konkreten Beispielinhalten herauszuarbeiten. Darauf aufbauend werden neue Lerngelegenheiten entwickelt, die in bestehende Lehrveranstaltungen des Bachelor-Studiengangs eingebunden werden.

Ziel dieser Lerngelegenheiten ist die explizite Vernetzung von Inhalten auf universitärem und auf schulischem Niveau. Es wird erwartet, dass durch die stärkere Vernetzung von beiden Wissensbereichen und der expliziten Visualisierung der Vernetzung die wahrgenommene Relevanz des an der Universität vermittelten Fachwissens aus Perspektive der Studierenden erhöht wird.

Kontakt:

Prof. Dr. Mathias Ropohl (ropohl@ipn.uni-kiel.de)
Jenny Stäcker (staecker@ipn.uni-kiel.de)

Erziehungswissenschaften: Soziale Kompetenz angehender Lehrerinnen und Lehrer: Entwicklung eines forschungsbasierten Trainingsprogramms (SOKO-L)

Das Ziel des Projekts SOKO-L ist die Entwicklung eines theoriegeleiteten Trainingsprogramms zur sozialen Kompetenz, welches zur Vorbereitung der Lehramtsstudierenden auf die berufliche Praxis dienen soll.

Als Bindeglied zwischen der theoretischen universitären Ausbildung und dem praktischen Arbeiten als Lehrkräfte soll das Training die Interaktionsqualität zwischen Lehrkräften und Schüler/-innen verbessern und das Wohlbefinden von Lehrkräften erhöhen. Die Konzeption des Trainings sieht eine Weiterentwicklung der Lehramtsstudierenden u.a. in den folgenden Bereichen vor: Wissen über Emotionen und soziale Interaktionen, Regulation eigener und fremder Emotionen, Verstehen von und kompetent handeln in sozialen Situationen. Neben der Wissensvermittlung geht es um praktische Übungen.

Zur Überprüfung der Wirksamkeit des Programms wird dieses in einem Prä-Post-Kontrollgruppendesign evaluiert. Bei erfolgreicher Evaluation soll das Trainingsprogramm in die Lehramtsausbildung der CAU übernommen werden.

Kontakt

Prof. Dr. Uta Klusmann (klusmann@ipn.uni-kiel.de)
Dr. Michaela Köller (mkoeller@psychologie.uni-kiel.de)
Bastian Carstensen (bcarstensen@ipn.uni-kiel.de)

Germanistik: Lesen lehren lernen (CAU-LIB: L3GERM-DU) Fachliches und fachdidaktisches Wissen und Können zu Lesekompetenz und Textverstehen im Germanistik-Studium für den Deutschunterricht

Im Projekt „Lesen lehren lernen“ (CAU-LIB: L3GERM-DU) soll untersucht werden, auf welchen Wegen das auf Lesekompetenz und Textverstehen bezogene fachliche und fachdidaktische Wissen und Können von Lehramtsstudierenden des Faches Deutsch nachhaltig gefördert werden kann.

Beide Fachsäulen der universitären Germanistik („Sprache“ und „Literatur“) bauen im Rahmen des Lehramtsstudiums im Fach Deutsch fachliches und fachdidaktisches Professionswissen zu Lesekompetenz und Textverstehen auf, allerdings mit unterschiedlichen Erkenntnisinteressen, Forschungsansätzen und Lehrmethoden.

Im Projekt soll über verschiedene Zugriffe auf dieses Thema, z.B. aus der Psycholinguistik und der Lesesozialisationsforschung, aus der Literaturtheorie und der Lexikologie, ein Curriculum für das Lehramtsstudium entwickelt werden, das Sprach- und Literaturdidaktik und die jeweiligen Fachwissenschaften zusammendenkt.

Kontakt

Prof. Dr. Jörg Kilian (kilian@germsem.uni-kiel.de)
Julia Landgraf (landgraf@germsem.uni-kiel.de)

Geschichte: Mittelalter - Domänenspezifisches Professionswissen von Lehrkräften und lehramtsbezogene Studienangebote im BA/MA of Education: Projekt zur empirischen Erforschung domänespezifischer Konzeptualisierungen

Das Projekt hebt auf eine empirische Untersuchung des Professionswissens von Lehrkräften sowie angehenden Lehrerinnen und Lehrern ab.

Dabei wird die Studie aus zeitlichen Gründen eingeschränkt auf die Domänenspezifität Mittelalter. Im Rahmen dieses Projekts soll eine Studie – vermutlich als Fragebogen organisiert – entwickelt und durchgeführt werden, die einerseits das Fachwissen über mittelalterliche Geschichte der Lehrkräfte als solches untersucht, andererseits aber auch deren fachdidaktisches und pädagogisches Wissen zur Konzeptualisierung über mittelalterliche Geschichte erforscht.

Die Analyse der während der Studie erhobenen Daten soll letztlich Erkenntnismöglichkeiten für die stärkere thematische Steuerung oder die möglicherweise sich daraus ergebende Neujustierung des fachwissenschaftlichen Mittelalterstudiums im Lehramt liefern.

Kontakt

Prof. Dr. Sebastian Barsch (sbarsch@histosem.uni-kiel.de)
Prof. Dr. Gerhard Fouquet (fouquet@email.uni-kiel.de)
Prof. Dr. Andreas Bihrer (abihrer@email.uni-kiel.de)
PD Dr. Gabriel Zeilinger (zeilinger@histosem.uni-kiel.de)
Burghard Barte (b.barte@histosem.uni-kiel.de)

   

Handelslehrer (Lehramt für berufsbildende Schulen): Lehrerbildung zum Übergang Schule - Beruf, Entwicklung und Evaluation eines studiengangübergreifenden Lehrangebots

Der Übergang von der Schule in einen Beruf ist für Jugendliche häufig mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. Dabei wird Lehrkräften eine besondere Bedeutung für diesen Übergang sowie für die Studien- und Berufsorientierung der Jugendlichen zugeschrieben. Dennoch erfährt dieses Aufgabenfeld in der Lehrerausbildung bisher vergleichsweise wenig Berücksichtigung.

Ziel des Projekts ist daher die forschungsbasierte Entwicklung und Evaluation eines Lehrangebots zur professionellen Beratung und Begleitung von Jugendlichen im Übergang von der allgemeinbildenden Schule in einen Beruf.

Neben grundlegenden Theorien und Praxen zur Studien- und Berufsorientierung sowie zum Übergangsgeschehen wird ein besonderes Augenmerk auf die multiprofessionelle Kooperation von Lehrkräften in Gymnasien und Gemeinschaftsschulen und in berufsbildenden Schulen sowie mit außerschulischem pädagogischem Personal (z.B. bei Trägern) als zentrale Akteure in diesem Feld gelegt. Dies erfolgt sowohl inhaltlich als auch in der methodischen Anlage des Lehrangebots, welches sich zudem durch eine enge Theorie-Praxis-Verzahnung und forschungsorientierte Zugänge auszeichnet.

Kontakt

Prof. Dr. Andrea Zoyke (zoyke@paedagogik.uni-kiel.de)
Esther Pohanke (pohanke@paedagogik.uni-kiel.de)

Informatik/ Medienbildung: Medienbildung gestalten. Ein Modul im Lehramtsstudiengang Informatik

Informatiklehrende werden in Schulen beauftragt, die Entwicklung von schulischen Medienkonzepten vor allem in Bezug auf die Nutzung digitaler Medien gestaltend anzuleiten.

Es gilt dabei, Rahmenbedingungen, technologische Optionen und mediendidaktische Konzepte produktiv miteinander in Beziehung zu setzen. Dabei sind Prozesse der Entpädagogisierung ebenso miteinzubeziehen, wie die stetige Veränderung von Medienökologien und die prinzipielle Offenheit von Praktiken der Nutzung und Gestaltung digitaler Medien.

Anknüpfend an die epistemischen Überzeugungen von Informatikstudierenden wird im Rahmen des Projekts ein Modul für Lehramtsstudierende entwickelt, dass diese in die Lage versetzt, entsprechende Entwicklungsprozesse verantwortlich zu gestalten.

Kontakt

Prof. Dr. Heidrun Allert (allert@paedagogik.uni-kiel.de)
Prof. Dr. Andreas Mühling (andreas.muehling@informatik.uni-kiel.de)
Lars Raffel (lars.raffel@email.uni-kiel.de)

Kunst: Kunst kommentiert – politische Kunst im Kunstunterricht

Kunst hat das Potential Erkenntnis zu stiften, Missstände aufzudecken, Empörung zu provozieren, Widerstand zu stärken, Selbstbestimmung zu fördern und zu kritischem Hinterfragen gesellschaftlicher Gegebenheiten anzuregen. Dies gilt besonders für die politische Kunst. Sie zeigt gesellschaftliche, politische oder soziale Strukturen und Schieflagen auf, versieht sie mit einem ästhetischen Kommentar und entwirft oder etabliert Lösungsmöglichkeiten.

Die Arbeit mit politisch motivierter Kunst im Kunstunterricht stärkt das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler über Partizipationsmöglichkeiten an gesellschaftlichen Prozessen und Diskursen. Sie fördert die Potentiale von Schülerinnen und Schülern gegenüber politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten eine Haltung zu entwickeln und Möglichkeiten der Einflussnahme auf diese auszuloten.

Die Dissertation entwirft ein Modell zur Anwendung politischer Kunst im Kunstunterricht mit dem Ziel einen zeitgemäßen Kunstunterricht zu entwickeln, der das kommentierende und partizipierende Potential politischer Kunst für Schülerinnen und Schüler nutzbar macht. Künstlerische Methoden und Strategien des Kommentierens von gesellschaftlichen Prozessen werden aufgezeigt und der Kompetenzerwerb in der Arbeit mit politischer Kunst formuliert. Außerdem werden Anwendungsmöglichkeiten zum Umgang mit politisch motivierter Kunst im Kunstunterricht  aufgezeigt, erprobt und evaluiert, womit ein Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Lehre gleistet wird.

Im Kompetenzzentrum für Kunstpädagogik werden die für die Lehramtsausbildung im Fach Kunst grundlegenden Qualifikationen zukünftiger Lehrkräfte zusammengeführt und durch die enge Verzahnung der Bereiche Fachwissenschaft, Kunstgeschichte/Kunsttheorie, Kunstdidaktik sowie Kunstpraxis, die Rückbindung an die Schulpraxis sowie die Nutzung des außeruniversitären Kunstangebots weiterentwickelt. Das Kompetenzzentrum für Kunstpädagogik fungiert als gemeinsame Plattform, die den Erfahrungsaustausch bereits existierender Kooperationen mit universitären und außerschulischen Partnern unterstützt, neue Kooperationen anregt und darüber hinaus Raum für Qualitätssicherung und Austausch, Vorträge und Tagungen bietet.

Kontakt

Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers (beuckers@kunstgeschichte.uni-kiel.de)
Martina Ide (ide@kunstgeschichte.uni-kiel.de)
Friederike Rückert (rueckert@kunstgeschichte.uni-kiel.de)
Eva-Maria Sahle (sahle@kunstgeschichte.uni-kiel.de)

Mathematik: Entwicklung lehramtsspezifischer Angebote im Mathematikstudium

Als doppelte Diskontinuität beschrieb der bedeutende Mathematiker Felix Klein vor über 100 Jahren eine zentrale Herausforderung der Lehramtsausbildung im Fach Mathematik: Die Lehramtsstudierenden sehen weder beim Übergang von der Schule ins Studium, noch beim Übergang vom Mathematikstudium in den Lehrerberuf einen Zusammenhang zwischen der Schulmathematik und der abstrakten universitären Mathematik.

Das LiB-Projekt soll gezielt dieser doppelten Diskontinuität entgegenwirken. Konkret werden vor allem für die ersten beiden Studienjahre lehramtsspezifische Angebote auf Tutorienebene entwickelt, die den Schulbezug der erlernten fachmathematischen Inhalte herstellen sollen. Weiterhin wird im Rahmen des LiB-Projekts die Neuausrichtung der Geometrieausbildung geplant und es werden Maßnahmen zur Steigerung des Anteils fachmathematischer Masterarbeitet entwickelt.

Kontakt

Prof. Dr. Hartmut Weiß (weiss@math.uni-kiel.de)
Dr. Markus Nieß (niess@math.uni-kiel.de)

Pädagogik/ Empirische Bildungsforschung: Entwicklung, Evaluation und Etablierung einer Laufbahnberatung für Lehramtsstudierende

Das Projekt greift die Forderung der Kultusministerkonferenz (2013) auf, Eignungsabklärungsverfahren zur qualitativen Weiterentwicklung der Lehrerbildung zu implementieren, deren Wirkungen zu evaluieren sowie im Rahmen der Eignungsabklärung die Entwicklung der professionellen Kompetenz der angehenden Lehrkräfte anzuregen.

Auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstandes sowie der theoretischen Grundlage der Berufswahlforschung wird ein Beratungskonzept entwickelt und mit einem experimentellen Prä-Post-Follow-Up-Design evaluiert.

Im Fokus stehen beispielsweise folgende Forschungsfragen: Welche kurz- und mittelfristigen Wirkungen kann eine am aktuellen Forschungsstand entwickelte und auf die Bedürfnisse von Lehramtsstudierenden ausgerichtete Laufbahnberatung erzielen? Wie groß ist das Ausmaß der erlebten Veränderungen hinsichtlich der Dimensionen Zielklarheit, Wohlbefinden, Vertrauen in eigene Entwicklungsperspektiven, Informiertheit, Unsicherheit über berufliche Zukunft, Sorge über Berufsaussichten, Furcht vor dem Übergang ins Berufsleben sowie der eigenen Identität?

Kontakt

Prof. Dr. Birgit Brouer (brouer@paedagogik.uni-kiel.de)

Psychologie für Pädagogen: Diagnostische Kompetenz interdisziplinär fördern: Entwicklung und Evaluation von Lehrmodulen in Kooperation von Psychologie und Fachdidaktiken

Die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften wird als die Fähigkeit definiert, Schüler zutreffend zu beurteilen. Diese Kompetenz wird nicht nur für die gerechte Benotung von Schülern benötigt, sondern spielt auch bei der Anpassung des Unterrichts an die Voraussetzungen der Schüler eine zentrale Rolle und gilt somit als eine der Schlüsselkompetenzen für erfolgreichen Unterricht.

Dieses Projekt setzt sich zum Ziel, die Instrumente Simulierter Klassenraum und Schülerinventar in Kooperation mit Fachdidaktiken weiterzuentwickeln und diese im Rahmen von Seminarinhalten zur Verbesserung der diagnostischen Kompetenz in Bezug auf Schülerarbeiten einzusetzen.

Kontakt

Prof. Dr. Jens Möller (jmoeller@psychologie.uni-kiel.de)
Nils Machts (nmachts@psychologie.uni-kiel.de)

Physik: Entwicklung und Evaluation eines spezifischen Anfängerpraktikums für Lehramtsstudierende im Fach Physik

Studierende des Lehramts Physik durchlaufen üblicherweise das gleiche experimentelle Anfängerpraktikum wie die Studierenden des Faches Physik. Dieses Praktikum soll jedoch auf eine Tätigkeit im Forschungslabor vorbereiten. In der Folge nehmen die Lehramtsstudierenden das Praktikum als wenig relevant für ihre zukünftige Tätigkeit wahr.

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines adressatenspezifischen Praktikums mit starkem Bezug zur Schulpraxis. Dadurch soll die wahrgenommene Relevanz der Studierenden erhöht werden, um Lernmotivation und folglich Lernleistung zu steigern. Die Erprobung des neuen Praktikums wird von Evaluierungen begleitet, um die lehramtsspezifische Lernumgebung sukzessive zu optimieren und Erkenntnisse über adressatenspezifische Lehrveranstaltungen im Allgemeinen zu gewinnen.

Kontakt

Prof. Dr. Dietmar Block (block@physik.uni-kiel.de)
Prof. Dr. Knut Neumann (neumann@ipn.uni-kiel.de)
Jasmin Andersen (andersen@physik.uni-kiel.de)

Schulpädagogik: Klassenführung - Entwicklung und Evaluation eines Kurses für Lehramtsstudierende

Eine effiziente Klassenführung ist ein Schlüsselmerkmal der Unterrichtsqualität. Trotz der Relevanz des Themas findet dieses in Deutschland bislang jedoch vergleichsweise wenig Beachtung in der universitären Ausbildung von Lehrkräften. Forschungsbasierte Programme zur Förderung anwendbaren Wissens über Klassenführung gibt es bislang vor allem für Lehrkräfte in der Berufsphase.

Das Projekt verfolgt das Ziel, auf der Basis dieser Ansätze einen Kurs zum Thema Klassenführung für Lehramtsstudierende zu entwickeln und dessen Wirksamkeit zu evaluieren. Der Umgang mit und die Prävention von Unterrichtsstörungen stehen im Mittelpunkt des Kurses. Die Wirksamkeit des Kurses im Hinblick auf die Förderung deklarativen und prozeduralen Wissens über Klassenführung wird im Rahmen einer experimentellen Studie evaluiert.

Kontakt

Prof. Dr. Thilo Kleickmann (kleickmann@paedagogik.uni-kiel.de)
Aylin Yilmaz (yilmaz@paedagogik.uni-kiel.de)

Skandinavistik/ Dänisch: Dänisch als Nachbarsprache (DaNs)

Die Vermittlung des Dänischen als Nachbarsprache ist in Schleswig-Holstein von besonderem Wert. Eine Erforschung der spezifischen Faktoren im linguistischen und didaktischen Rahmen einer eigenständigen Fachdidaktik gibt es bislang jedoch nicht. Theoretische Grundlagen und praktische Ansätze orientieren sich an der allgemeinen Fremdsprachendidaktik oder an der Fachdidaktik anderer moderner Fremdsprachen.

Das dans-Projekt verfolgt demgegenüber das Ziel, sprachwissenschaftlich fundierte Bausteine für eine Dänisch-Fachdidaktik zu liefern, die sich an der spezifischen Konstellation des schulischen Dänischunterrichts in Schleswig-Holstein ausrichten. Konkret geht es um die Aussprachekompetenz im Dänischunterricht, die zu den entscheidenden Zielen des schulischen Dänischerwerbs gerechnet werden muss.

Das dans-Projekt untersucht in diesem Rahmen, wie relevante phonetische Merkmale des Dänischen im Kontrast zum (Nord-)Deutschen didaktisch sinnvoll aufbereitet werden können, und verfolgt dabei das Ziel, einerseits angehende und bereits tätige Lehrer in diesem Bereich weiter zu qualifizieren, andererseits damit auch die Aussprachekompetenz von Dänischlernern zu fördern.

Kontakt

Prof. Dr. Steffen Höder (s.hoeder@isfas.uni-kiel.de)
Lisa Tulaja (l.tulaja@isfas.uni-kiel.de)

Sportwissenschaft: Kasuistische Unterrichtsanalyse in der Sportwissenschaft

Das Projekt Kasuistische Unterrichtsanalyse im Sportunterricht (KUS) fokussiert die Auseinandersetzung Studierender mit Unterrichtspraxis.

Auf diesem Weg entwickeln sie professionelle Handlungskompetenz und professionelles Wissen. Zum einen wird die Reflexion von fremdem und eigenem Unterricht zum Gegenstand des Studiums. Zum anderen gewinnt pädagogisches, fachdidaktisches und fachwissenschaftliches Wissen anhand von sportunterrichtlicher Praxis Relevanz.

Die Vertiefung des Wissens und die Weiterentwicklung von Reflexionsfähigkeit werden in Lehrveranstaltungen zur Fachdidaktik, zur Theorie und Praxis von Sportarten und in Seminaren des sportwissenschaftlichen Studiums im Bachelor und Master aufgenommen.

Kontakt

Dr. Johannes Wohlers (Johannes.Wohlers@email.uni-kiel.de)
Mareike Setzer (setzer@email.uni-kiel.de)

Theologie: „Theologisieren mit Jugendlichen“ als didaktisches Modell zwischen Universität und Schule

Das Projekt „Theologisieren mit Jugendlichen“ soll Studierende des Faches ev. Religionslehre dafür qualifizieren, theologische Gespräche mit Schülerinnen und Schülern zu führen, die deren eigene theologische Überzeugungen herausarbeiten.

In einem neuen Lehrveranstaltungsformat, welches sich in eine Theorie- und eine Praxisphase unterteilt, lernen die Studierenden die Grundlagen des Theologisierens kennen und führen anschließend eigene Projekte in der Schulpraxis durch. Die Studierenden erwerben Kompetenzen in theologischen Gesprächen und nehmen gleichzeitig eine forschende Haltung ein.

Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung von Lehramtsstudierenden sowie zur Qualitätssteigerung des Religionsunterrichts insgesamt.

Kontakt

Prof. Dr. André Munzinger (andre.munzinger@email.uni-kiel.de)
Prof. Dr. Uta Pohl-Patalong (upohl-patalong@email.uni-kiel.de)
Saskia Eisenhardt (saskiaeisenhardt@email.uni-kiel.de)

Wirtschaft/ Politik: Umgang mit fachlicher Heterogenität im Master of Education Wirtschaft/Politik

Die bestehenden sozialwissenschaftlichen Schulfächer (Sozialwissenschaften, Politik-Wirtschaft, Wirtschaft/Politik) lassen sich durch eine Vielfalt an fachlichen Zuschnitten und bezugswissenschaftlichen Fachanteilen charakterisieren. Es herrscht jedoch ein Defizit an Erkenntnissen und Strategien eines produktiven Umgangs mit fachlicher Heterogenität.

Wie können Konzepte und Verfahren des unterrichtlichen Umgangs mit heterogenen Fachanteilen in der sozialwissenschaftlichen Lehramtsausbildung systematisch entwickelt und berücksichtigt werden? Welche Maßnahmen lassen sich durch Lehrinnovationen im Masterstudiengang „Wirtschaft/Politik“ an der CAU implementieren?

Diese Fragen werden im Rahmen des LiB-Teilprojekts „Umgang mit fachlicher Heterogenität“ empirisch untersucht und für die Studiengangentwicklung fruchtbar gemacht. Dabei geht es nicht zuletzt um die Gestaltung von Elementen zur Fach-Fachdidaktik-Kooperation in der Lehre und eine konsequente Orientierung an Prinzipien des forschenden Lehrens und Lernens. Das Projekt entwickelt somit Modellcharakter für interdisziplinäre Perspektiven und Kooperationen in der Lehramtsausbildung an der CAU.

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Lutter (lutter@politik.uni-kiel.de)
Julian Wollman (jwollmann@politik.uni-kiel.de)