Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Projekt LeaP

Kunst: Kunst kommentiert – politische Kunst im Kunstunterricht

Kunst hat das Potential Erkenntnis zu stiften, Missstände aufzudecken, Empörung zu provozieren, Widerstand zu stärken, Selbstbestimmung zu fördern und zu kritischem Hinterfragen gesellschaftlicher Gegebenheiten anzuregen. Dies gilt besonders für die politische Kunst. Sie zeigt gesellschaftliche, politische oder soziale Strukturen und Schieflagen auf, versieht sie mit einem ästhetischen Kommentar und entwirft oder etabliert Lösungsmöglichkeiten.

Die Arbeit mit politisch motivierter Kunst im Kunstunterricht stärkt das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler über Partizipationsmöglichkeiten an gesellschaftlichen Prozessen und Diskursen. Sie fördert die Potentiale von Schülerinnen und Schülern gegenüber politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten eine Haltung zu entwickeln und Möglichkeiten der Einflussnahme auf diese auszuloten.

Die Dissertation entwirft ein Modell zur Anwendung politischer Kunst im Kunstunterricht mit dem Ziel einen zeitgemäßen Kunstunterricht zu entwickeln, der das kommentierende und partizipierende Potential politischer Kunst für Schülerinnen und Schüler nutzbar macht. Künstlerische Methoden und Strategien des Kommentierens von gesellschaftlichen Prozessen werden aufgezeigt und der Kompetenzerwerb in der Arbeit mit politischer Kunst formuliert. Außerdem werden Anwendungsmöglichkeiten zum Umgang mit politisch motivierter Kunst im Kunstunterricht  aufgezeigt, erprobt und evaluiert, womit ein Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Lehre gleistet wird.

Im Kompetenzzentrum für Kunstpädagogik werden die für die Lehramtsausbildung im Fach Kunst grundlegenden Qualifikationen zukünftiger Lehrkräfte zusammengeführt und durch die enge Verzahnung der Bereiche Fachwissenschaft, Kunstgeschichte/Kunsttheorie, Kunstdidaktik sowie Kunstpraxis, die Rückbindung an die Schulpraxis sowie die Nutzung des außeruniversitären Kunstangebots weiterentwickelt. Das Kompetenzzentrum für Kunstpädagogik fungiert als gemeinsame Plattform, die den Erfahrungsaustausch bereits existierender Kooperationen mit universitären und außerschulischen Partnern unterstützt, neue Kooperationen anregt und darüber hinaus Raum für Qualitätssicherung und Austausch, Vorträge und Tagungen bietet.

Kontakt

Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers (beuckers@kunstgeschichte.uni-kiel.de)
Martina Ide (ide@kunstgeschichte.uni-kiel.de)
Friederike Rückert (rueckert@kunstgeschichte.uni-kiel.de)
Eva-Maria Sahle (sahle@kunstgeschichte.uni-kiel.de)