Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Projekt LeaP

Mathematik: Entwicklung lehramtsspezifischer Angebote im Mathematikstudium


Ausgangsgrund unseres Projektes ist die sogenannte „doppelte Diskontinuität“. Der Mathematiker Felix Klein (1849-1925) formulierte dieses Phänomen bereits im Jahre 1908 in der Einleitung zu seinem Werk Elementarmathematik vom höheren Standpunkte aus:

  „Der junge Student sieht sich am Beginn seines Studiums vor Probleme gestellt, die ihn in keinem Punkte mehr an die Dinge erinnern, mit denen er sich auf der Schule beschäftigt hat; natürlich vergisst er daher alle diese Sachen rasch und gründlich. Tritt er aber nach Absolvierung des Studiums ins Lehramt über, so soll er plötzlich eben diese herkömmliche Elementarmathematik schulmäßig unterrichten; da er diese Aufgabe kaum selbständig mit der Hochschulmathematik in Zusammenhang bringen kann, so wird er in den meisten Fällen recht bald die althergebrachte Unterrichtstradition aufnehmen, und das Hochschulstudium bleibt ihm nur eine mehr oder minder angenehme Erinnerung, die auf seinen Unterricht keinen Einfluss hat.“




Diese Analyse ist auch über hundert Jahre später noch topaktuell. In einer Umfrage an der CAU vom April 2017 wird die studentische Wahrnehmung folgendermaßen beschrieben: „Die Hochschulmathematik scheint mit der Schulmathematik nichts gemein zu haben.“  Auch in Lehrevaluationen wünschen sich 2-Fächer-Studierende „einen besseren Bezug zum Lehramtsstudium“.

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Kontakt

Prof. Dr. Hartmut Weiß (weiss@math.uni-kiel.de)
Dr. Markus Nieß (niess@math.uni-kiel.de)