Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Projekt LeaP

Rückblick: Nano Summer School für Lehrkräfte

Vom 13. bis 15 August 2018 fand in der Kieler Forschungswerkstatt die erste Nano Summer School statt. An drei Veranstaltungstagen beleuchteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema Nanowissenschaften und seine Nutzung im Chemieunterricht. In Workshops lernten die Lehrkräfte Unterrichtsexperimente kennen und führten diese auch selbst durch. Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Forschungsschwerpunkt Kiel Nano Surface & Interface Science (KiNSIS) ergänzten den praktischen Teil der Fortbildung um aktuelle Forschungshintergründe.

Die Teilnehmenden konnten in mehreren Arbeitsphasen nicht nur die Herstellung nanoskaliger Gold- und Silber-Partikel sondern auch deren Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten experimentell erfahren und in eigene Unterrichtskonzepte einbinden. Einen hohen Stellenwert hatten dabei aktuelle Medien zur Vermittlung nanotechnologischer Inhalte im Schulunterricht. Die Anwendungsmöglichkeiten von Virtual Reality-Brillen (VR-Brillen) wurden mit einem Film über die Arbeit in einem Reinraum-Labor und zwei Sequenzen aus einem Promotionsprojekt illustriert, das die Doktorandin Sara Siebert im Rahmen des Kiel Science Outreach Campus (KiSOC) zur Wirkung immersiver Medien im Unterricht durchführt. Ebenfalls auf großes Interesse bei den Lehrerinnen und Lehrern stieß die Stopp-Motion-Box. Eine Teilnehmerin war davon so begeistert, dass sie direkt einen eigenen Film über eine chemische Reaktion gedreht hat.

Abgerundet wurde das Programm durch einen Bericht aus Schülerperspektive: Lynn Gottmann berichtete über ihr Schülerforschungsprojekt „SPIONs in der Krebsforschung“ und ihre Teilnahme bei „Jugend forscht“. Neben den Herausforderungen, denen sie sich stellen musste, schildert sie auch, welche Unterstützung seitens ihrer Schule für sie besonders hilfreich war.

In den Pausen sowie beim Abendprogramm, aber auch in den experimentellen Workshops oder bei der gemeinsamen Arbeit an konkreten Unterrichtsmaterialien bot sich immer wieder die Möglichkeit zum direkten Austausch. Diesen schätzten die Teilnehmenden besonders: „Dass ein permanenter Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen möglich war, hat mir sehr gut gefallen“, so eine Lehrerin. Andere Teilnehmende waren begeistert von der Kombination der Einblicke in die aktuelle Forschung mit Nutzungsmöglichkeiten und Anwendungen in der Schule sowie der gelungenen Verbindung von fachlichen und fachdidaktischen Aspekten.

Entwickelt wurde die Nano Summer School für Lehrkräfte im Rahmen des LeaP@CAU-Teilprojekts A3 „Forschungsbasierte Fort- und Weiterbildungen“. Die Durchführung als anerkannte Lehrkräftefortbildung erfolgte gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH).

Bild 1 Nano Summer School     Bild 2 Nano Summer School   Bild 3 Nano Summer School