Qualitätsoffensive Lehrerbildung - Projekt LeaP

Workshop für Nachwuchswissenschaftler_innen in der Deutschdidaktik im Vorfeld der Tagung „Perspektiven und Überzeugungen von Lehrenden und Studierenden zur fachlichen Lehrerbildung"

 

Fachwissenschaft und Fachdidaktik Deutsch – wie kann vernetzt, verzahnt, integriert werden?
Mittwoch, 29.03.2017, 14.00-19.30 Uhr

 

Inhalt und Ziel


Der Workshop, welcher der Tagung „Perspektiven und Überzeugungen von Lehrenden und Studierenden zur fachlichen Lehrerbildung“ an der TU Dresden vorausgeht, soll einen Raum schaffen, um über gemeinsame Fragestellungen zu dem Verhältnis von Fachwissenschaft und Fachdidaktik im Rahmen der Lehrerbildung und -professionalisierung grundlegend zu diskutieren.

In vielen Projekten, u.a. gefördert durch die Qualitätsoffensive Lehrerbildung, entstehen deutschdidaktische Dissertationen, die z.B. Seminarkonzepte evaluieren, Überzeugungen von Lehramtsstudierenden und Lehrenden in den Blick nehmen oder Wissen von Lehramtsstudierenden in den Bereichen Fachwissenschaft und Fachdidaktik erweitern und empirisch erfassen wollen. Dazu ist es aber notwendig, genau zu klären, was man jeweils unter Fachwissenschaft und Fachdidaktik für das
Fach Deutsch versteht und wie sich dieses Verhältnis nicht nur strukturell an den Hochschulstandorten, sondern auch theoretisch sowie normativ-konzeptionell und vor allem in Bezug auf die zukünftigen Anforderungen der Deutschlehrkräfte beschreiben lässt. Auch die Begrifflichkeiten der „Verzahnung“, „Verknüpfung“ und „Integration“ werden im Fokus stehen, da diese häufig als Zielvorstellung formuliert werden und somit einen guten Ausgangspunkt für einen diskursiven Austausch bilden.

Im Rahmen von gemeinsamer Lektüre und Diskussion von Grundlagentexten (z.B. Neuweg 2014, Ivo 1977, Spinner 2010) und Projektvorstellungen sollen Promovierende die Möglichkeit haben, Begrifflichkeiten zu schärfen und durch den gemeinsamen Austausch ihre Projektideen weiterzuentwickeln. Dr. Nicole Masanek (Universität Hamburg), die als Postdoc im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Verzahnung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik arbeitet, wird die Veranstaltung mit vorbereiten und die Diskussion leiten und strukturieren.

Bei der Tagung besteht anschließend (am 31.03.2017) die Möglichkeit, die Befunde und Fragen des Workshops in einem Podium vorzustellen und mit Studierenden und Lehrenden zu diskutieren.

Im Rahmen des Workshops sollen diese Ziele verfolgt werden:
- Eine Vernetzung der Projekte im Bereich Qualitätsoffensive Lehrerbildung und der Professionsforschung in der Deutschdidaktik insgesamt, um Unterschiede und
  Gemeinsamkeiten der Projekte klarer konturieren und Begrifflichkeiten definieren und schärfen zu können.
- Die einzelnen Projekte der Teilnehmenden sollen Gegenstand der Diskussion sein, um im diskursiven Austausch neue Impulse und Anregungen zu erhalten.

Anmeldung


Bitte meldet euch bis zum 05.02.2017 mit folgenden Informationen bei Julia Landgraf (landgraf@germsem.uni-kiel.de), Felix Zühlsdorf (felix.zuehlsdorf@uni-jena.de) und nicole Masanek (nicole.masanek@web.de) an:
• Betreuer_in der Promotion und Universität
• Hinweis, wenn die Dissertation im Rahmen eines konkreten Projektes (z.B. Qualitätsoffensive Lehrerbildung) entsteht.
• Kurze Skizze des Dissertationsprojekts (max. 1 Seite), in der u.a. folgende Fragen beantwortet werden sollten:

     o Wie wird Fachdidaktik und Fachwissenschaft verstanden?
     o In welcher Art findet in dem Projekt eine Vernetzung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik statt? Wie wird das Verhältnis Fachwissenschaft und Fachdidaktik
        in dem Projekt genau definiert?
     o Wir werden genannte Aspekte operationalisiert?

   (Solltet ihr kein eigenes Projekt vorstellen können, aber dennoch Interesse am Workshopthema haben, formuliert eure zentralen Fragen zur Vernetzung von  Fachwissenschaft und Fachdidaktik.)

• Literaturempfehlungen (max. 2-3) für eine gemeinsame Grundlagenlektüre, die das Verhältnis von Fachwissenschaft und Fachdidaktik (im Fach Deutsch) aufgreift

Für den Workshop stehen 12 Plätze zur Verfügung.

Sollte es mehr Anmeldungen als Plätze geben, entscheiden wir bis zum 10.02.2017 anhand der Projektskizzen.

Der Workshop wird vom Nachwuchsnetzwerks des SDD
gefördert. Daher entstehen keine Kosten für die Teilnahme am
Workshop. Über eine anteilige Fahrtkostenübernahme kann erst
nach den Anmeldungen entschieden werden.